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Thailand 2006

 

11 Tage Rundreise durch den Norden Thailands

Die Freundlichkeit der Menschen, die Kultur und das Essen machen Thailand  zu einem Reiseerlebnis mit besonderem Genuss. Unsere abwechlungsreiche Tour brachte uns von Bangkok zum goldenen Dreieck, vom Mae Kong bis zum Strand von Hua Hin.

 


 

 

Bangkok

 

 

Am 04. April 2006 war es soweit, wir starten von Frankfurt aus mit Thai-Air nach Bangkok. Voller Spannung erwarteten wir die vor uns liegenden Tage. Angekommen, empfing uns unsere Reiseleiterin Tina am Flughafen. Mit ihrem charmanten Dialekt erklärte sie uns sofort, dass uns die Rundreise einiges an Kondition abverlangen würde. Erholen könnten wir uns danach, aber es werde “seeh seeh schönnn!!” Wir ließen die Staus von Bangkok hinter uns und erreichten das Hotel für die ersten beiden Nächte. Durch die Panoramafenster im 16. Stock konnte man, selbst im Bett liegend, die Skyline der 10-Millionen-Stadt bewundern. Was für ein Ausblick beim Einschlafen!

 

 

Der neue Tag begann mit einem Highlight Bangkoks, dem Königspalast mit der dazugehörigen Tempelanlage. Das Glitzern der Keramik- und Spiegelmosaike, die mit Blattgold belegten Statuen, die Pracht der ungewöhnlichen Architektur - man verfällt in einen wahren Foto- und Filmrausch, um die überwältigenden Eindrücke festzuhalten. Dieser Temple wird auch weiterhin genutzt.

 

Bangkok ist durchzogen von Kanälen (Khlongs) und der Chao Phraya Fluss teilt die Stadt. Ein großer Teil des Lebens findet hier also am Wasser statt. Den Nachmittag verbrachten wir auf einem Speedboot und lernten ein eher ruhiges, beschauliches, fast dörfliches Bild der Stadt kennen.

 

 

 

Sofort spürt man die Freundlichkeit der Thailänder, sie lachten und winkten, wenn man vorbeibrauste. Als Abschluss gab es frische Ananas und Melone - Wow!

 

 

 

 

 

Ayutthaya

 

 

 

Bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir Ayutthaya, die ehemalige Hauptstadt Thailands. Sie war durch Verrat gefallen und wurde von den Burmesen zerstört. Aber noch heute beeindrucken die Ruinen und werden als Video- und Filmkulissen genutzt. Zuvor durften wir Zeugen einer Mönchsweihe werden, die ein Fest für die Familie des Novizen darstellt. Es wird getanzt und gesungen -  ein kleiner Eindruck vom Klosterleben in einer buddhistischen Tempelanlage.

 

 

 

 

Der Weg führte uns weiter nach Lop Buri. Tina warnte uns, auf unsere Sonnenbrillen und Kameras zu achten, denn diese Stadt wartet mit einer Besonderheit auf: Affen, wohin das Auge schaut, und diese ignorieren manchmal gegebene Besitzverhältnisse. Fenster und Türen der Häuser sind mit Gittern geschützt. Zwei Gangs beherrschen die Stadt, sie lungern auf unterschiedlichen verfallen Tempelanlagen. Grenzgebiet ist eine Verkehrsinsel. Unser Besuch bei den Affen verlief sehr friedlich. Man war mit Lausen beschäftigt oder döste in der Sonne.

 


 

Songkhran

 

Die ersten Anzeichen des bevorstehenden buddhistischen Neujahrsfestes erreichten uns auf dem Weg zu den Bergstämmen Nordthailands. Vom 10. - 20. April feiern die Thais Songkhran, beschütten andere mit Wasser und beschmieren sich mit Schlemmkreide. Höhepunkt ist der 13. April, dann artet es zu regelrechten Wasserschlachten aus. Es darf trotzdem niemand schimpfen, denn Wasser bringt Glück. Die offenen Jeeps, mit denen wir in die Berge fuhren, waren ein ideales Ziel für die Kinder, die mit gefüllten Eimern am Straßenrand warteten.  

 

 

 

 

 

 

 

Wir wurden auf unserer Rundreise mehrfach pudelnass, haben allerdings auch selbst dazu beigetragen. Wir übernahmen diesen Brauch nahtlos und kauften uns Wasserpistolen  -  eine 

Supersause!!  (Wir sollten den Brauch bei unseren Temperaturen zu Neujahr allerdings nicht übernehmen).

 

 

 

 


 

Bergdörfer

 

Um zu den Bergdörfern der Akha und der weißen Karen zu gelangen, fuhren wir mit dem Jeep durch Teakholzwälder. Wir fühlten uns etwas an den deutschen Winter erinnert, denn diese Bäume verlieren im thailändischen Sommer das Laub. So fuhren wir an kahlen Stämmen vorbei, die Sandwege staubten, als wir bei einer Ansammlung von ärmlichen Holzhütten stoppten.

 

 

In typischer Tracht gekleidete Frauen und Kinder stürmten auf uns zu, die Hände voller Dinge, die sie uns zu verkaufen versuchten. Sie leben nach der animitischen Religion, verehren also Geister, die in ihren Dörfern und Körpern wohnen. Ihr Lebensunterhalt ist die Landwirtschaft, aber auch der Opiumanbau. Deshalb unterstützt die Regierung diese Stämme, um dem Problem Herr zu werden. Wir besuchten verschiedene Dörfer mit Stämmen, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Während wir die Akha eher als frech und aufdringlich empfanden, waren die weißen Karen freundlich und zurückhaltend.

 

Eine Bootsfahrt auf dem Mae Kok Fluss beendete diesen Tag, und die Nacht begann mit einem Sonnenuntergang erster Klasse.


 

Goldenes Dreieck

 

 

Am frühen Morgen machten wir uns auf den Weg nach Mae Sai, der nördlichsten Stadt Thailands, die mit einer Brücke über den Fluss Ruak mit Burma verbunden ist. Reger Grenzverkehr kennzeichnet diesen Ort. Es gibt viele Einkaufsmöglichkeiten, und wir nutzten die große Auswahl um Wasserpistolen zu erwerben (siehe Songkhran). Zehn Kilometer weiter nördlich ziehen der Ruak und der Mekhong die Grenze zwischen Thailand, Burma und Laos, dem sogenannten Goldenen Dreieck. Früher wegen des Drogenanbaus berüchtigt, leben die Bauern heute von Getreide und Früchten.

 

Ein Kurztripp über den Mekhong nach Laos machte uns mit den gewöhnungsbedürftigen Getränken der Laoten bekannt. In Alkohol eingelegte Schlangen, Spinnen etc. versprachen Gesundung bei unterschiedlichsten Gebrechen und Krankheiten. Uns wurde eher schlecht....


 
 

Elefanten, Ochsen und Floßfahrer

 

 

 

Der darauf folgende Tag wurde der schönste der Rundreise. In einem malerisch gelegenen Camp hatten wir die Möglichkeit auf einem der monumentalsten Tiere der Welt in den Dschungel zu reiten. Im ersten Augenblick hört es sich eher albern an, Touribespaßung, Elefantenausbeutung.

 

Auf den zweiten Blick haben die Tiere wirklich ein gutes Auskommen und natürliche Lebensbedingungen, wirken gepflegt und gesund. Diese intelligenten Charaktere lieben die Beschäftigung. Das Geld, das die Mahouts (Elefantentrainer) verdienen, kommt letztlich den Tieren zu Gute. So ist der Tourismus für die gefährdeten Elefanten eine Art Lebensversicherung.

 

Das Elefantentrekking war beeindruckend. Vorsichtig und lautlos trug uns das große Tier durch einen Flusslauf, steil einige Berghänge hinauf und weiter über schmale Urwaldwege. Die Geräusche des Dorfes wurden immer leiser und die Stille des Waldes machte uns die Nähe zu unserem Elefanten noch bewusster.

 

Nach einigen Kilometern wechselten wir das Fortbewegungsmittel: Runter vom Elefanten, rauf auf einen Ochsenkarren! Die geduldigen Tiere zogen die ungefederten Holzwagen über Stock (Au) und Stein (Auaha). Wir genossen Ausblicke auf die thailändische Bergwelt, als wir den Wald verließen.

 

Über Feldwege und Dorfstraßen ging es zurück ins Camp. Aber damit nicht genug! Wir stiegen erneut um. Den Flusslauf, den wir zuvor mit dem Elefanten überquert hatten, trieben wir nun auf einem Bambusfloß hinab. Romantisch an wundervollen Landschaften vorbeigleiten, so sollte es sein. Da allerdings Niedrigwasser unser Floß häufig auf Grund laufen ließ, sodass andere uns rammten, war die Stille oft von Gelächter unterbrochen. Der Guide musste jedesmal ins Wasser um uns freizuschieben.

 

 

Dieser Tag war ein unbeschreibliches Erlebnis!


 

 


 

Chiang Mai

 

 

In Chiang Mai durften wir wieder ein ganz besonderes Fortbewegungsmittel nutzen. Von einer Polizeieskorte begleitet, fuhren wir im Convoy von ca. 20 Tuc-Tucs durch die Straßen der Großstadt zum Abendessen und zurück.

 

Eine zwölf Kilometer lange Berg- und Talstrecke führt zum Wat Phra That Doi Suthep. Diese Tempelanlage liegt an sehr exponierter Stelle hoch in den grün bewaldeten Bergen über Chiang Mai. Die letzten 300 Meter zum Tempel kann man entweder über eine von Naga's flankierte Treppe erreichen, oder über einen schräg nach oben verlaufenden Fahrstuhl. Im Innenhof des Tempels ist man schier geblendet von dem riesigen vergoldeten Chedi, der einem in der Sonne entgegen strahlt. Blattgold wo man nur hinschaut. 

 


Sukhothai

 

Wir fuhren weiter nach Sukhothai, der ersten Hauptstadt des thailändischen Reiches. Über 100 Ruinen sind hier zu finden, die man zu einem HISTORICAL PARK  zusammengefasst hat. Säulen, Buddha-Statuen und verfallene Chedis, unterschiedlich gut erhalten, spiegelten sich im Wasser der Teiche. Die untergehende Sonne tauchte die ganze Szenerie in geheimnisvolles Licht - eine fast unwirkliche Stimmung.


 

 

 

Am nächsten Morgen folgte die längste Strecke, die wir im Bus in einem Stück zurücklegten. Wir fuhren durch die Berge nach Kachanaburi. Am höchsten Punkt des Weges standen Unmengen an Geisterhäusern, die die Thais bauen um sich bei den Geistern zu bedanken, für die erfolgreiche Passage oder um sie gütig zu stimmen.

Jeder Autofahrer hupt, um die Geister zu grüßen, die darin wohnen.

(Zum Hupen mit der Maus über das Bild fahren)

 

 

Kachanaburi

 

liegt am Kwai und genau hier steht die Brücke, die durch den gleichnamigen Film berühmt geworden ist. Nachdem wir mit einem Schnellboot darunter durch gebraust waren, fuhren wir mit dem Zug über dieses Bauwerk aus Stein und Eisen.

 

 

Die sogenannte „Todesstrecke“ kostete unsäglich vielen Kriegsgefangenen das Leben. Heute ist sie ein Teil einer Nahverkehrslinie, bietet aber immer noch spektakuläre Momente, wenn z.B. der Zug über ein hölzernes Viadukt rumpelt, das förmlich an steilen Felswänden zu kleben scheint.

 

Für uns zog sich die Fahrt besonders in die Länge, denn der Triebwagen blieb defekt auf freier Strecke liegen. Dieser unfreiwillige Aufenthalt spendierte uns wieder einmal einen dieser fast kitschigen Sonnenuntergänge.

Nach einer Stunde war das Problem behoben und wir erreichten doch noch unser Ziel.

Unser Abendessen nahmen wir auf einem schwimmenden Restaurantfloß ein. Es wurde von einem Motorboot den Kwai Yai bis zur Brücke hinaufgezogen.  Wir genossen wie jeden Tag köstliche thailändische Küche, nur diesmal auf dem Wasser, zum Desser wie immer Ananas und Melone!


Damnoen Saduak

 

Wasser und Thailand gehören zusammen, so verwundert es auch nicht, dass es sogar schwimmende Märkte gibt. Damnoen Saduak darf man nicht verpassen. Es ist erstaunlich, was für ein reges Treiben dort herrscht. Die Händler verkaufen aus kleinen, schmalen Booten heraus ihre Waren. Vom Sonnenhut bis hin zu frischem Obst, auf dem Boot zubereitete Gerichte von Suppen bis Currys sind im Angebot. 

Hier probierten wir Stinkfrucht, die so riecht, wie sie heißt. Während man sie kaut, schmeckt sie für 1 Sekunde wirklich lecker, und dann wieder wie Kuhstall hinten links.

 

Tina besorgte uns gebackene Bananen, wie sie nur eine 85jährige alte Frau auf ihrem Boot herstellt. Sollte sie einmal nicht mehr sein, wird es auch diese Bananen nicht mehr geben. Wir genossen sie im Bus auf der Fahrt nach Cha Am. Hier endete die Reise und der Badeurlaub begann.


 

Das Dusit Thani Resort & Polo Club war unster Hotel für die nächsten 12 Tage.

 

Die Freundlichkeit der Thailänder, ihre Kultur und die abwechslungsreichen Landschaften beeindruckten uns nachhaltig. Sie waren Grundschock für unsere Liebe zu Südostasien.

                                  Sawadee Thailand!

 

 



 

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